Interim Management ist – vereinfacht gesprochen – die temporäre Überlassung von fachspezifischer Managementkompetenz eines Interim Managers für einen Auftraggeber.

Dies kann klassischerweise projektbezogen geschehen, z.B. für die Einführung eines neues EDV-Systems, die Markteinführung eines neuen Produktes oder für den Aufbau eines Controlling-Systems. Der Vorteil für den Auftraggeber liegt in der Tatsache, dass er sich für die Problemstellung genau den Fachmann suchen kann, dessen Brachen- und Facherfahrung für die erfolgreiche Projektarbeit notwendig erscheint. Darüber hinaus kann er den Interimer ohne zeitliche Verpflichtungen nach Abschluss des zuvor vereinbarten Projektes / Arbeitsumfanges wieder entlassen.

Interim Management ist aber insbesondere auch der ad hoc- Einsatz eines externen Managers, wenn die Gesellschaft plötzlich führungslos ist, z.B. durch

  • Krankheitsbedingten Ausfall des Unternehmers / Geschäftsführers
  • Die Gesellschafter entziehen dem Geschäftsführer das Vertrauen und setzen ihn als Organ der (Kapital-)Gesellschaft ab
  • Amtsniederlegung des Allein-Geschäftsführers

Als Interim Manager bin ich meinem Mandanten und nur diesem verpflichtet. Mein Pflichtverständnis geht soweit, dass ich selbstverständlich dann auch in die Organstellung gehe, d.h. als Geschäftsführer mit allen Rechten und Pflichten die Gesellschaft nach außen vertrete.

In diesem Zusammenhang sollten wir gemeinsam den Notfallkoffer bestücken mit allen notwendigen Vollmachten, Verträgen, Sicherheiten und Vertretungsbefugnissen. Einen solchen Notfallkoffer sollte jedes mittelständische Unternehmen haben und – ganz wichtig – stets auf dem Laufenden halten.